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17.02.2012
Die Krankenkassen beziehen derzeit einen Rekord-Überschuß, weil die Beiträge der Bürger viel zu hoch bemessen sind. Ein weiterer Grund ist, daß der sogenannte Gesundheitsfonds nicht nur durch Beiträge, sondern parallel auch noch durch Steuern gespeist wird. Millionen Bürger werden somit doppelt zur Kasse gebeten.
Im Jahr 2010 bezog der Gesundheitsfonds einen Überschuß von 3,8 Milliarden Euro, 2011 belief er sich auf 10 Milliarden Euro, in diesem Jahr werden 5,7 Mrd. Euro und im kommenden 1,8 Mrd. Euro Überschuß erwartet. Die Bürger werden Ende nächsten Jahres laut Berechnungen, die dem „Handelsblatt“ vorliegen, 21,3 Milliarden zu viel in die Krankenkassen eingezahlt haben.
Laut dem Finanzexperten des Instituts für Weltwirtschaft, Alfred Boss wäre somit eine massive Senkung der Beiträge möglich. Doch die Kassen bzw. die herrschende Politik denken gar nicht daran, die Bürger zu entlasten. Auch die Steuerzuschüsse sollen, wenn es nach Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) geht, weiter an die Krankenkassen fließen und somit deren Profit erhöhen.
Ein Großteil der gesetzlichen Krankenkassen erhebt mittlerweile Zusatzbeiträge, obwohl die hohen Überschüsse belegen, daß die Zusatzbeiträge für die Gewährleistung der Versicherungsleistungen und der Gesundheitsversorgung nicht notwendig sind.
Wir Beitragszahler kommen mit unserem Geld für unzählige versicherungsfremde und zum Teil nutzlose Leistungen auf, deren Abschaffung uns Bürgern Zahlungen in Milliardenhöhe ersparen würde. Die Zusammenlegung aller Krankenkassen zu einer echten Gesundheitskasse würde die Vorstände und Bürokratien und somit auch die dadurch anfallenden Kosten massiv reduzieren. Ferner würden sich absurde Werbungskosten erübrigen, da alle Bürger in einer Gesundheitskasse erfaßt und versichert werden würden. Allein diese beiden Maßnahmen würden jährlich Milliardensummen einsparen.
Ferner wäre die Beitragsdecke wesentlich stärker, wenn auch Politiker, Beamte, Selbständige und Freiberufler in die für Alle zuständige Gesundheitskasse einzahlen würden. Die Beitragslast für den Einzelnen würde sinken und die zusätzlichen Belastungen durch unsinnige und unsoziale Praxisgebühren und Zuzahlungspflichten würden entfallen.
Sowohl die CDU als auch die FDP forderten vor der letzten Bundestagswahl, daß der Bürger mehr Netto vom Brutto haben sollte. Nun befinden sich beide an der Regierung und scheinen ihre Versprechungen von gestern vergessen zu haben.
Gemäß dem Ausspruch von Konrad Adenauer „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ brechen die etablierten Parteien allesamt ihre Wahlversprechen, was das Zeug hält.
Die NPD fordert die Schaffung einer Gesundheitskasse für alle Deutschen, die gemäß dem Solidarprinzip jeden Deutschen in jeder Lebenslage absichert und eine umfassende Gesundheitsversorgung gewährleistet. Gesundheit darf nicht zum Luxusgut verkommen und die Krankenkassen dürfen sich nicht auf Kosten der Beitragszahler die Taschen voll stecken.
Ronny Zasowk
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